Für den Notfall vorgesorgt

FU-Kreisverband Bautzen
FU-Regionalverband Kamenz/Rödertal
Radeberg, 02. November 2012

Der Winter steht vor der Tür. Der Schnee fällt, die Kinder schlittern auf dem Eis und ... ja, die Straßen sind wieder einmal vereist. Gerade auf dem Lande ist es in dieser Zeit wichtig, dass die notwendigen Verbrauchsgüter, besonders Lebensmittel, über ein gut funktionierendes Verteilersystem zum Einzelhandel und damit zum Verbraucher transportiert werden. Doch dieses System ist störanfällig in Zeiten von extrem strengen Wintern, aber auch von Hochwasser- und Flutkatastrophen. Wie sich dafür durch Vorsorge und Eigenhilfe der private Haushalt präventiv verhalten und bevorraten kann, ohne zu horten, aber auch was Behörden von Bund und Land im Krisenfall tun - um dies zu erfahren, hat sich am 30. Oktober 2012 der FU-Regionalverband Kamenz/Rödertal die Leiterin der Außenstelle Kamenz des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Frau Gabriele Uhlemann, eingeladen.

Unter dem Thema "Für den Notfall vorgesorgt!" referierte Frau Uhlemann anschaulich und lebendig über die beiden großen Handlungsfelder "privat" und "Staat". So ist es durchaus als notwendig einzuschätzen, dass jeder Haushalt einen privaten Vorrat einrichtet, um kleinere Versorgungsengpässe in der ersten Zeit gut überbrücken zu können. Ein richtiger Vorrat muss gut durchdacht sein! Er sollte für mindestens eine Woche reichen und in Menge und Auswahl auf den persönlichen Bedarf abgestimmt sein. Zum Lebensmittelnotvorrat gehören vor allem Zwieback, Knäckebrot, eingekochtes Obst oder getrocknete Früchte, Gemüsekonserven, Dauerwurst oder Fischkonserven. Natürlich sollte auch ein Bestand an Wasser vorhanden sein. Welche Mengen pro Haushalt erforderlich sind, kann anhand eines Vorratskalkulators im Internet - http://www.ernaehrungsvorsorge.de/de/private-vorsorge/notvorrat/vorratskalkulator/ - ermittelt werden.

Anschließend ging Frau Uhlemann auf die behördliche Seite der Ernährungsnotfallvorsorge ein. In Deutschland hat nur der Bund staatliche Nahrungsreserven angelegt. Dies geschieht unabhängig von den aufgrund agrarpolitischer Marktinterventionen durch die Europäische Union in Deutschland gelagerten landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Nur mit im Krisenfall jederzeit verfügbaren Vorräten ist es möglich, schnell auf Mängel in der Versorgung zu reagieren. Zum einen sind umfänglichere Vorräte in den ernährungswirtschaftlichen Betrieben oft nicht vorhanden. Zum anderen können bestimmte landwirtschaftliche Produkte, bedingt durch die natürlichen Produktionszyklen, nicht aus dem Stand heraus produziert werden. Im Rahmen der nationalen Krisenvorräte, für deren Ein- und Verkauf sowie Kontrolle die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zuständig ist, gibt es eine Zivile Notfallreserve und die Bundesreserve Getreide. Die Zivile Notfallreserve besteht aus Reis, Erbsen und Linsen sowie aus Kondensmilch. Diese Sicherheitsreserve an Grundnahrungsmitteln soll in Krisensituationen, vor allem in Ballungsräumen, zur Versorgung der Bevölkerung zumindestens mit einer täglichen Mahlzeit beitragen. Die Bundesreserve  Getreide besteht aus Brotgetreide (Weizen, Roggen) und Hafer. Sie soll in einem Krisenfall dazu eingesetzt werden, die Mehl- und Brotversorgung aufrecht zu erhalten. Diese Reserven werden wegen der erforderlichen Weiterverarbeitung in der Nähe von Mühlen gelagert.

Bei einem kleinen Quiz konnten die Teilnehmer das soeben Gehörte noch einmal verinnerlichen. Mit dem Lösungswort "Vorratskauf" wurde verdeutlicht, dass zuerst die Eigenverantwortung für eine Krisenbewältigung steht und nur bei folgenreichen Krisenszenarien der Staat das (Über-)lebensnotwendigste beisteuern kann. Jedenfalls gingen die Teilnehmer mit einem guten Gefühl und "vorgesorgt" nach diesem lehrreichen Abend nach Hause.

Kati Hohmann
Vorsitzende des FU-Regionalverbandes Kamenz/Rödertal

Quellen und weitere Informationen:
http://www.landwirtschaft.sachsen.de/landwirtschaft/26253.htm
http://www.ernaehrungsvorsorge.de/de/staatliche-vorsorge/

 

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